Sonntag, 28. April 2013

Irland

Mein erster Besuch auf der Insel und ich war und bin überwältigt.
Vom 13.-21.4.13 fuhren Thomas, ein Freund aus München, und ich quer durchs Land. Von Dublin nach Ballybunnion, Doolin, An Spidéal, Roundstone, Clifden, Westport, Newport, Keel, Ballina, Sligo, Kilbeggan, Rathdrum wieder nach Dublin. 1663km, ein platter Reifen, keine Kratzer, tolles Essen, zweimal ganz fürchterliches Essen (das Hotal Wynns in Dublin ist wunderbar, nur essen darf man da nichts, das grenzt an Körperverletzung), überall sehr freundliche und hilfsbereite Menschen.
Wir trafen eine ältere Schweizerin in Keel auf Achill, dazu noch ein junger Mann aus Hamburg, die mit Jon (den wir leider nicht kennen lernten) ein wundervolles B&B führen. Wir können Ferndale nur empfehlen, wer etwas außergewöhnliches sucht ist dort richtig.
Alle anderen Gastgeberinnen und Gastgeber waren äußerst freundlich und wir konnten einiges dazu lernen. So z.B. sind Pubs, die jeden Tag Live-Musik haben vorrangig für Touristen. Und wenn die Musik vor 22 Uhr beginnt erst recht. So erlebten wir den Pub Hargadons & Sons in Sligo in irischer Ursprünglichkeit, dort gibt es noch die mit Holz und Glas abgetrennten Tische. Das Essen war vorzüglich...
Ein paar Touristenziele nahmen wir natürlich auch mit, die Cliffs of Moher (die Dame auf dem Parkplatz guckte aus ihrem Häuschen, sagte: "I'm closing now!" und öffnete grinsend die Schranke), Kylemore Abbey (12 EUR Eintritt waren uns aber zuviel, also nur ein kurzer Stopp), Conemara (was für eine Landschaft!), Poulnabrone Dolmen, Glendalough und auch die Kilbeggan Distillery.
Aber auch viele abgelegene Orte, darunter Coral Beach, was sehr beeindruckend war. Das war kein Sandstrand, sondern alles Korallen. Recht klein zertrümmert, sie stammen von einem Korallenriff im Meer und wenn sie absterben verlieren sie ihre Farbe und werden an Land gespült.
Dublin kam uns sehr hektisch entgegen, habe selten eine so quirlige Stadt erlebt. Wahnsinn. Abends natürlich ins Temple Bar Viertel gegangen und in die gleichnamige Kneipe reingekommen. So bekamen wir dort unser Guinness, denn das Guinness Storehouse schloss bereits 18 Uhr, sodass wir uns den Weg umsonst gemacht hatten. Schade.
Es war ein sehr schöner Urlaub und ich bin bestimmt nicht das letzte Mal dort gewesen! Hier nun auch ein paar erste Fotos, es folgende von den ca. 800 gemachten natürlich noch ein paar...



Meine erste Begegnung mit dem Nordatlantik





Ca. 80 km/h Wind sieht man hier nur bedingt

Pullover. Überall.

Conemara

Bei Achill Head

Montag, 1. April 2013

Die Maske

Gute Freunde sind mit das Wichtigste, was man im Leben haben kann. Mit ihnen kann man auch Wege beschreiten, die man sonst nicht gehen würde oder aber Dinge probieren, die ein tiefes Vertrauen voraussetzen.
So auch in diesem Fall, denn Akt und Portraits mit Masken aller Art sind gar nicht mein Ding. Ihre Anfrage reizte mich, diese Grenze einmal zu überschreiten, der Blick über den berühmten Tellerrand ist wichtig, um seinen Horizont erweitern zu können.
Also trafen wir uns und machten sehr viele Fotos mit der Gasmaske, eine experimentelle Fotosession macht immer wieder Spaß. Wir wollten nicht die sonst oft gesehenen Gasmasken-Akte produzieren, die immer wieder denselben Fetisch bedienen. Das wenig aufgeräumte häusliche Umfeld diente als Kulisse, die Maske dann wiederum als Isolation von ihr nach außen.
Sicher verbinden viele mit solchen Masken nichts Gutes, erinnern sie an Straßenschlachten mit der Polizei oder gar Krieg. Ich fand den Aspekt der Isolation sehr interessant, den mit der Nacktheit in Verbindung zu setzen reizte mich. Reduktion. Einsamkeit.